September 2001, Sidney, Australien background image

In a land down under

when September 2001

where Sidney, Australien

Freitag, 7. September 2001: Nächster Kontinent, Nächstes Klima

Brrrrrrr, ist das kalt hier in Sydney, sicherlich unter 20 Grad. Gut dass ich einen dicken Pulli eingesteckt habe sonst würde ich ja hier eingehen.

Nee lang bleiben tu ich hier nicht, auch wenn ich mich eigentlich gefreut habe aus dem stickigen Klima Bangkoks (WOW, ein Genitiv) herauszukommen. Aber dafür hab ich demnächst einen neuen Anzug (meinen ersten dazu) aus dunkelblauer Seide mit etwas Kaschmir (mit chinesischem Kragen, Jet-Li-Filme anschauen und ihr wisst Bescheid), dazu Hose, Weste sowie zwei Seidenhemden (dunkelrot und silber) für inklusive Transport 350 DM. Mal sehen wie das maßgeschneiderte Ding an mir final aussehen wird. Die Anprobe war recht schmerzlos, auch wenn noch nicht alles fertig war und ich mich nicht im gesamten sehen konnte. Aber Zuversicht ist vorhanden....

Jedenfalls gestern geflogen, nachdem wir für ungefähr eine Stunde dachten, dass wir nie den Flieger um 18:25 pünktlich erreichen werden, da der für 15:00 bestellte Minibus zum Flughafen (Fahrzeit auf’ Hinweg mit dem Airportbus 2:00 Stunden) nicht auftauchte. Wiederholte Anfrage bei der TicketVerkaeuferin brachte nur das obligatorische Englischgebrabbel, dass er in 5 Minuten da wäre. Verdächtig nur, dass so um viertel nach Drei ihr Mann auf seinem Motorrad losfuhr, nachdem er schon länger die KhaoSanRoad hoch und runter geschaut hatte. Scheiß Warterei..... alle anderen Busse waren schon längst unterwegs und wir werden ungeduldig.

Dann als es uns nach 40 Minuten zu doof wird, halten Teyna und ich n Taxi an und handeln schon einen guten Preis aus (250 Baht, der Minibus kostete 50 Baht jeder) da taucht der Mann wieder auf und sagt 2 Minuten nur noch, der Fahrer wäre auf dem Weg (wobei ich mich frage woher er überhaupt kommt, PhnomPen?) Also nochmal 5 Minuten gewartet, die thailändische Minute ist halt nicht mit unserer gleichzusetzen und dann kam endlich der Minibus. Und dann ab in Rekordzeit durch Bangkok zum Flughafen:

45 Minuten.

Nicht schlecht Herr Specht, also doch noch alles relaxt gelaufen, in den Flieger gesetzt, der diesmal aber gut belegt war und “A Knights Tale” angeschaut. Für alle die ihn sehen wollen: Muss nicht sein. Ich werde ihn mir erst wieder anschauen, wenn er im Fernsehen läuft. Ich sah ihn zwar nur auf einem MiniBildschirm, aber ich glaube nicht, dass die “Joust”-Szenen so toll auf der Leinwand rüberkommen. Sie nehmen sich nicht ganz so ernst und historisch korrekt (so kennt die Menge schon die La-Ola-Welle) und auch der Ansager unseres Helden scheint nicht auf den Mund gefallen zu sein, aber da werde ich wohl erst im Deutschen alle übersetzten Gags verstehen.

Heute in Sydney kurz herumgestreift, und es ist schon eine andere Art von Metropole. Weg von Bangkok ist es NewYork verdammt ähnlich. Unsere Planung sieht nun weiterhin so aus, dass wir uns nächste Woche weiterschaffen hoch Richtung Norden, wahrscheinlich per Bus in wärmere Klimazonen, aber wie es schon bei dem nicht durchgeführten KoChang Trip war, könnten wir auch Richtung Westen ziehen, dann bräuchten wir aber wahrscheinlich ein oder zwei neue dicke Pullis.

Jedenfalls will ich Sonntag AussiFootball sehen, der soll sehr spaßig sein....

Ihr hört wieder von mir aus einer anderen Stadt als Sydney

Bibbernd nur im TShirt

Veeck

Sonntag, 16. September 2001: Snorkeling and Planing in Australia

Ja, liebe Freunde des guten Tauchsports, Teyna und ich waren im Nassen Element, das schon so viele gleichgesinnte in den Fängen eines Haies enden ließ.

Aber nicht hier in Bayron Bay, hier gibt’s nur GreyNurseSharks, die absolut ungefährlich für Menschen sind, was auch das Gebiss erklärt, was bei mir im Zimmer in Freiburg hängt. Da war einer der Jungs einfach zu zutraulich! Ich habe das Gebiss im Sydney-Aquarium wiedererkannt.

Wie angedeutet, haben wir jetzt 3 Tage in Bayron Bay verbracht, einer nicht arg großen, aber dennoch belebten SurferEnklave unterhalb Brisbanes, erreichbar mit dem Bus in 10 Stunden von Sydney aus. Es ist warm hier, obwohl es nachts etwas kühler wird, aber wahrscheinlich immer noch besser als in Deutschland, oder?

Und was geht hier? Poolspiele, BBQ, Schnorcheln für mich und TiefTauchen für Teyna, was sie so geil fand, dass sie heute nachmittag nochmal geht. Ich fand’s auch geil, an so ein paar Felsen im Meer rumzuschnorcheln. Dutzende von den buntesten Fischen, echt nah an einem dran, dazu noch eine geile Sicht von mehreren Metern, da die Sonne nunmal scheint und am Ende schwamm auch noch ’ne Wasserschildkröte elegant an mir vorbei, ohne sich zu stören. Cool! Aber jetzt hab ich das gesehen und muss hier jedenfalls nicht mehr schnorcheln.

Erst wohl wieder auf den WhitSundayIslands, die wir nach unseren Trip auf FrasierIslands besuchen, wo wir mit dem 4RadAntriebJeep die Gegend, was in diesem Zusammenhang Regenwald ist, unsicher machen werden. Es ist noch eine Menge zu tun bevor wir in 9 Tagen zurückkommen. Ein paar NaselangmachKarten sind noch in der Mache und ich hoffe die kommen an, bevor ich es tue. Die Thailändische Post war ja verdammt schnell.

So, jetzt geht’s aber mal zum Frühstück am Mittag, der Morgen wurde einfach zu hektisch mit Planen und Buchen verbracht. Nett, so ein BackpackerHotel mit integrierter Küche, da kann man sich endlich mal selber mal wieder so richtig Ur-Deutsches Essen machen.

Also, wir sind erst mal wieder raus, passt auf euch auf, und glaubt nicht den Medien, wenn sie sagen, dass unsere Zivilisation angegriffen wurde.

Gruß, Veeck + Teyna (nach fast 4 Wochen immer noch zusammen)

Sonntag, 23. September 2001: Sodele, heimwärts geht’s bald

Wird auch langsam Zeit, ich halt das tolle Wetter einfach nicht mehr aus. Was wir die letzten Tage gemacht haben, dass wir die Sonne nicht mehr sehen wollen?

HardCoreMinutengeplanterSuperCoolerAusflugUrlaub.

Nachdem wir Bayron Bay verlassen haben, ging’s nach Norden nach HarveyBay, wo wir uns für 3 Tage Camping auf FrasierIsland eincheckten. Zwei Engländer, drei Schweizer, zwei Freiburger (Eva und Philip), Teyna und Ich in einem 4Wheeler auf der größten SandInsel der Welt, Rumheizen am Strand oder quer durch den Dschungel auf Sandpfaden, Campen im Dschungel und tolle Landschaft außerhalb des Dschungels ankucken, was unter anderem zwei Wasserschildkröten beim Anbändeln zuzukucken bedeutet.

Dann nachmittags von der Insel runter, geduscht und abends ab in den Bus nach Airlie Beach, wo wir Freitag mittag ab sind mit der DreamCatcher, einem Segelschiff im Wert von 500.000 A$, rund um die WhitSundayInseln schippern, schnorcheln, BushWalks, tolle Verpflegung von Gisi, der Hostess (schlimmer zugenommen als bei Muttern schätze ich mal), auch Hand angelegt bei Segel einholen und Schiff lenken, Korallen und Fischis gesehen, und heute mittag zurück gekommen nach Airlie Beach, wo es mal für 5 Minuten geregnet hat und dicke Wolken aufgezogen sind, aber ansonsten: Nur die ScheißSonne!

Jetzt geht’s um 5 mit dem Bus nach Brisbane zurück, wo wir morgen mittag ankommen, eine Nacht verbringen werden und dann ab in den Flieger. Bin echt froh Mittwoch nach Hause ins verregnete Deutschland (wenn man dem Wetterbericht hier trauen darf) zu kommen.

War nur’n Spaß, hätte echt länger bleiben können, aber da zum einen die Uni-Arbeit langsam wieder ins Bewusstsein rückt und zum anderen die EuroCard der Bank mir kein Geld mehr geben will (beides kann sich ja daheim ändern und mir wieder einen tollen Urlaub ermöglichen) kommen wir wieder zurück.

Teyna wird erst mal wieder nach Freiburg gehen, ich Mutter daheim besuchen und meinen Anzug abholen. So, und wenn dann mal alle Fotos entwickelt sind, dann gibt’s ’n tolles Fest für die Augen. Was für ein Urlaub!

Macht’s gut also, bis nachher

Veeck (Und ich mag Teyna nach 5 Wochen immer noch wie keine andere)

Donnerstag, 27. September 2001: Aisch sinn wirrer dooa!

Auf gut deutsch: Ich bin wieder in Deutschland! (Und Teyna natürlich auch!)

Jetzt heißt es erstmal nach dem langen Flug (23.5 Stunden, 1.5 länger als geplant, da der Flieger erst soviel später aus Singapur weitergeflogen ist) den Jetlag abzuschütteln. Das klappte gestern auch ganz gut: Ich habe mich, nachdem ich endlich in Idar-Oberstein ankam, den ganzen Tag auf den Beinen gehalten und bin erst um 10:00 abends ins Bett gefallen. Aber wann wache ich auf, und das ohne Zutun meiner Mutter? 6 Uhr. Baeh, und dabei hab ich noch Ferien.

Auf jeden Fall werde ich die Zeit hier in Idar-Oberstein nutzen, um meine Reisememoiren zusammenzutun, zum Teil aus den Emails, zum Teil noch andere Sachen, die ich vergaß zu erwähnen. Also seid gespannt.

Gruß, Veeck (und Teyna grüßt aus Freiburg)